Zur Textversion für diese Seite wechseln. Zur Haupt-Navigation springen.
Sie sind hier: Startseite > Grundlagen des tibetischen Buddhismus > Stufe 5: Analyse von Geist und Realität > Kongruente und nichtkongruente Einflussvariablen
[Als Hintergrund für diese Diskussion, siehe: Das grundlegende Schema der fünf Aggregatsfaktoren der Erfahrung.]
Unter den fünf Aggregatsfaktoren (tib. phung-po, Skt. skandha), die jeden Moment unserer Wahrnehmung ausmachen, enthält das „Aggregat der anderen Einflussvariablen“ (tib. ‘ du-byed-kyi phung-po, Skt. samskaraskandha, Aggregat karmischer Formationen, Aggregat der Willensregungen) zwei Arten von Einflussvariablen:
Kongruente Einflussvariablen teilen während dieses Moments der Wahrnehmung fünf kongruente Eigenschaften (tib. mtshungs-ldan lnga , fünf gemeinsame Dinge) mit dem Primärbewusstsein (tib. rnam-shes). Sie sind mit dem Primärbewusstsein nur kongruent (übereinstimmend) in Bezug auf diese fünf Variablen, aber nicht in Bezug auf alles kongruent. Sie sind nicht mit dem Primärbewusstsein, das sie begleiten übereinstimmend.
Die nichtkongruenten Einflussvariablen in diesem Aggregat begleiten die Wahrnehmung und haben einen Einfluss auf die Erfahrung, doch sie haben nicht die fünf kongruenten Eigenschaften mit dem Primärbewusstsein der Wahrnehmung gemeinsam.
Aus der Vaibhashika-Sicht von Vasubandhus „Schatzhaus spezieller Themen des Wissens“ (tib. Chos mngon-pa’i mdzod, Skt. Abhidharmakosha), wie sie im siebzehnten Jahrhundert vom Gelug-Meister Yeshe-Gyaltsen (tib. Kha-chen Ye-shes rgyal-mtshan) in seinem Werk „Klare Darlegung der Arten des Primär- und des Nebenbewusstseins“ (tib. Sems-dang sems-byung-gi tshul gsal-bar bstan-pa) dargestellt werden, sind die fünf kongruenten Eigenschaften:
Aus der Chittamatra-Sicht von Asangas Text „Eine Anthologie spezieller Themen des Wissens“ (tib. Chos mngon-pa kun-las btus-pa, Skt. Abhidharmasamuccaya), wie sie von Yeshe-Gyaltsen erklärt wird, sind die fünf kongruenten Eigenschaften:
Die kongruenten Einflussvariablen bestehen aus allen Arten von Nebengewahrsein eines Objekts (tib. sems-byung, Geistesfaktor, Nebengewahrsein) außer dem Empfinden einer Ebene von Glück (tib. tshor-ba) und dem Unterscheiden (tib. ‘ du-shes, Erkennen). Obwohl die letzten beiden Formen von Nebengewahrsein fünf kongruente Eigenschaften mit dem Primärbewusstsein, das sie begleiten, gemeinsam haben, bilden sie ihre eigenen individuellen Aggregatsfaktoren.
Nichtkongruente Einflussvariablen sind nichtstatische (unbeständige) Phänomene, bei denen es sich weder um die Formen physischer Phänomene (tib. gzugs) handelt, noch um Weisen, sich etwas gewahr zu sein (tib. shes-pa). Wenn sie einem geistigen Kontinuum zugeschrieben werden, produzieren sie auf diesem Kontinuum eine Wirkung. Beispiele hierfür umfassen Vermächtnisse (Samen, Tendenzen) von vorangehenden Handlungen, störende Emotionen und Geisteshaltungen (tib. nyon-mongs), Gewohnheiten (tib. bag-chags) und das konventionelle „Ich“ (tib. nga).
Diese Website wird nur durch Spenden getragen. Für die Erhaltung und Wartung der Seite, die Vorbereitung der verbleibenden 80% an Material und weitere Übersetzungen werden erhebliche Mittel benötigt. Zwar haben wir ca. 40 freiwillige Helfer, aber 10 wichtige Teammitglieder sind auf Bezahlung angewiesen. Bitte helfen Sie uns, die jährlich benötigten 100.000 EUR (135.000 US $) an Spenden zu sammeln,
damit diese Website weiterhin kostenlos angeboten werden kann.
Helfen Sie uns, unser Spendenziel zu erreichen
(10%)
Sie sind hier: Startseite > Grundlagen des tibetischen Buddhismus > Stufe 5: Analyse von Geist und Realität > Kongruente und nichtkongruente Einflussvariablen