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„Das Netz des Brahma Sutra“ (tib. Tshangs-pa‘i drva-ba‘i mdo, Skt. Brahmajvala Sutra), sowohl in den Mahayana- als auch in den Theravada-Versionen, präsentiert zweiundsechzig falsche Sichtweisen (tib. lta-ba ngan-pa, verwerfliche Sichtweisen), die von den achtzehn nicht-buddhistischen Extremisten (tib. mu-stegs, Skt. tirthika) vorgebracht wurden. Obwohl die zwei Versionen leicht unterschiedliche Listen präsentieren, basieren alle zweiundsechzig falschen Sichtweisen auf der Betrachtung des Selbst oder der „Seele“ einer Person (tib. gang-zag-gi bdag) als eigenständig erkennbar (tib. rang-rkya thub-pa‘i rdzas-yod) und das Universum als wahrhaft existent (tib. bden-par grub-pa).
Achtzehn der zweiundsechzig falschen Sichtweisen betreffen die Vergangenheit und die Gegenwart, welche von der Vergangenheit herrührt. Die Vergangenheit betrachtend und abhängig davon, wie weit in die Vergangenheit die Befürworter sehen können oder welche Ebenen sie sehen können, gibt es:
(1) Vier Befürworter der Ansicht, dass das Selbst in der jetzigen Wiedergeburt (zum Beispiel als langlebiger Gott) ewig (endlos) ist und das Universum ebenso.
(2) Vier Befürworter der Ansicht, dass einige Wesen in ihren spezifischen Wiedergeburtszuständen und einige Aspekte des Universums kein Ende haben und einige ein Ende haben.
(3) Zwei Befürworter der Ansicht, dass das Selbst in seinem jetzigen Wiedergeburtszustand keine Ursache hat. Die Pali-Version erklärt, dass sie annehmen, dass dieses zufällig passiert.
(4) Vier Befürworter der Ansicht, dass das Universum endlich ist, unendlich, beides ist oder keines von beiden ist.
(5) Vier Befürworter winden sich wie ein Aal und geben irrelevante Antworten. Werden sie gefragt, ob es die konstruktiven Handlungen sind, die Glück bringen und destruktive Handlungen Leid bringen, sagen sie, dass das Selbst sich von nichts mehr zu befreien hätte oder etwas aufgeben müsse, wenn es auf einer reinen Ebene sei. Die Pali-Version erklärt, dass diese ausweichend antworten, weil sie die Antwort nicht kennen und Angst vor einer Debatte haben.
Dann gibt es vierundvierzig falsche Sichtweisen über die Zukunft. Es sind dies:
(6) Sechzehn Befürworter eines eigenständig erkennbaren Selbst, das nach dem Tod noch Gewahrsein hat. Ihre Positionen sind so, dass ein Selbst nach dem Tod:
(7) Acht Befürworter eines eigenständig erkennbaren Selbst nehmen an, dass es nach dem Tod kein Gewahrsein hat. Ihre Positionen sind so, dass das Selbst nach dem Tod:
(8) Acht Befürworter eines eigenständig erkennbaren Selbst nehmen an, dass es nach dem Tod weder Gewahrsein hat noch kein Gewahrsein hat. Ihre Positionen sind derart, dass so ein Selbst nach dem Tod
(9) Es gibt sieben Befürworter des Verlöschens eines eigenständig erkennbaren Selbst. Ihre Positionen sind so, dass ein solches Selbst völlig nicht-existent wird nur nach einer Wiedergeburt als
(10) Fünf Befürworter der Befreiung in diesem Leben nehmen an, dass dies
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