Das Berzin-Archiv

Das Buddhismus-Archiv von Dr. Alexander Berzin

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Wie man den Dämonen der Angst füttert und zähmt

Alexander Berzin
März, 2002

Diese Methode ist durch die Arbeit von Tsultrim Allione inspiriert und wurde so verändert, dass sie in ein „Ritual der Erfüllung und Wiederherstellung“ (tib. Bskang-gso) eines Dharma-Schützers passt.

  • Versuchen Sie zu erkennen, was bei Ihnen am meisten Frucht und Angst auslöst – zum Beispiel, alleine zu sein und zu glauben, dass niemand Sie liebt – und stellen Sie sich dann vor, dass die Angst die Gestalt eines Dämonen annimmt, der Sie ärgert, weil er Ihnen Angst einjagt.
  • Stellen Sie sich dann vor, dass der Dämon aus Ihnen herauskommt und vor Ihnen steht. Fragen Sie ihn, was er möchte.
  • Stellen Sie sich vor, dass Sie den Dämonen füttern, und zwar in dem Sinn, dass Sie ihm geben was er haben möchte – in diesem Beispiel hier, dass Sie ihn mit Liebe und Zuneigung füttern.
  • Verbünden Sie sich mit dem Dämonen und übertragen Sie ihm die Aufgabe, Sie in Zukunft vor der Angst, dass Sie niemand liebt, zu beschützen.
  • Machen Sie sich klar, dass der Dämon Sie wieder attackieren wird, wenn Sie sich weigern den Dämonen regelmäßig zu füttern.
  • Fassen Sie dann den Entschluss, sich zukünftig mit dem Dämon zu versöhnen. Das beinhaltet folgende Punkte:

    • Vergegenwärtigen Sie sich den Dämon.
    • Geben Sie offen zu und bedauern Sie, dass Sie den Dämon vernachlässigt haben. Versprechen Sie ihm, dass Sie ihn in Zukunft nicht mehr vernachlässigen werden.
    • Auf diese Weise wird die enge Verbindung mit dem Dämon wiederhergestellt;
    • Füttern Sie den Dämon noch einmal.
    • Erinnern Sie ihn an sein Versprechen, dass er Sie beschützen möchte.