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Entsprechend zu den zwei Wahrheiten, wie sie in den Mahayanalehren definiert werden, gibt es auch zwei Bodhichitta-Ausrichtungen:
Mit einer konventionellen Bodhichitta-Ausrichtung konzentriert sich unser Geist auf die zukünftige Erleuchtung, die unserem geistigen Kontinuum zugeschrieben werden kann und die wir auf der Grundlage unserer Buddhanatur erreichen können , wenn die notwendigen Umstände dafür vollständig sind. Diese Motivation wird von der Absicht begleitet, die Erleuchtung zu erlangen und hierdurch allen beschränkten Wesen Gutes zu tun.
Mit einer Motivation des tiefsten Bodhichittas konzentriert sich unser Geist mit der Kraft des konventionellen Bodhichittas auf die Leerheit.
Die konventionelle Bodhichitta-Ausrichtung, die Erleuchtung zum Wohl aller beschränkten Wesen zu erlangen, hat zwei Stadien:
Das anstrebende Bodhichitta ist der Wunsch, die Erleuchtung zum Wohl aller Wesen zu erlangen. Es unterteilt sich wiederum in zwei Stadien:
Das handelnde Bodhichitta umfasst zusätzlich zu den beiden anstrebenden Stadien auch die Bodhisattva-Gelübde und das Bodhisattva-Verhalten mit dem wir die sechs weitreichenden Geisteshaltungen (sechs Vollkommenheiten) üben, die uns tatsächlich zur Erleuchtung bringen werden.
[Siehe: Die Wurzelgelübde des Bodhisattvas und die Nebengelübde des Bodhisattva.]
In dem Text „Selbstkommentar zu den schwierigen Punkten der ‚Lampe für den Pfad zur Erleuchtung‘“ (tib. Byang-chub lam-gyi sgron-me’i dka’-’grel) zitiert Atisha das „Sutra, das von Arya Akashakosha erbeten wurde“ (tib. ‘ Phags-pa nam-mkha’ mdzod-kyi mdo). In diesem Text erklärt Buddha, dass das handelnde Bodhichitta zwei Geistesfaktoren enthält:
Die Ehrlichkeit enthält zwei Faktoren:
Die Abwesenheit von Scheinheiligkeit enthält zwei Faktoren:
Die Abwesenheit von Hochstapelei enthält zwei Faktoren:
Die außerordentliche Ehrlichkeit umfasst zusätzlich zu den Faktoren, die die Ehrlichkeit ausmachen, zwei weitere Faktoren:
Die Nicht-Anhaftung enthält zwei Faktoren:
Das in einer besonderen Weise Fortschreiten (zur Erleuchtung vorwärtsgehen) enthält zwei Faktoren. Man schreiten fort mit:
Obwohl das tibetische Wort für die außerordentliche Ehrlichkeit (tib. lhag-bsam ) das selbe ist, das auch den außergewöhnlichen Entschluss bezeichnet, der die sechste Stufe in der siebenteiligen Anweisung über die Ursachen und Wirkungen zur Entwicklung von Bodhichitta bildet, hat der Begriff hier eine andere Bedeutung. Der außergewöhnliche Entschluss besteht darin, dass man die universelle Verantwortung übernimmt, tatsächlich das Leiden aller Wesen zu lindern und ihnen tatsächlich Glück zu bringen. Als eine Ursache um eine konventionelle Bodhichitta-Ausrichtung zu entwickeln ist es ein Geistesfaktor, der sowohl das anstrebende als auch das handelnde Bodhichitta begleitet.
[Siehe:
Die siebenteilige Anweisung über die Ursachen und die Wirkungen zur Entwicklung von
Bodhichitta.]
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