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„Das siebengliedrige Gebet“
aus „Eintritt in das Verhalten eines Bodhisattva“
(tib. „sPyod-‘jug“, Skt. „Bodhicharyavatara“ )
Übersetzung von Alexander Berzin, 2004
Übersetzung ins Deutsche: Christian Dräger
Ich nehme die sichere Richtung bis zu meinem
gereinigten Zustand
von den Buddhas, dem Dharma,
und der Höchsten Versammlung.
Möge ich durch die positive Kraft meines Gebens und so weiter
Buddhaschaft erlangen um den Wandernden zu helfen.
Möge die Oberfläche des Landes in allen Richtungen rein sein,
frei von den kleinsten Steinchen,
so geschmeidig wie die Handfläche eines Kindes,
natürlich glänzend, wie ein Beryll.
Mögen göttliche und menschliche Objekte der Darbringung,
tatsächlich aufgestellte und vorgestellte,
so unvergleichlich wie Samantabhadras Darbringungen,
die ganze Sphäre des Raumes erfüllen.
1. Ich werfe ich mich vor euch, den Buddhas,
Welche die drei Zeiten beehrt haben,
Vor dem Dharma und vor euch,
Der ausgezeichneten Gemeinschaft, nieder,
Und verbeuge mich mit Körpern
So zahlreich wie die Atome im Universum.
2. In gleicher Weise wie Manjushri und andere
Dir, dem Glorreichen, Gaben dargebracht haben,
So bringe auch ich euch, meinen So-Gegangenen Beschützer
und euren spirituellen Nachkommen, Gaben dar.
3. Meine ganze, anfangslose samsarische Existenz hindurch,
In diesem Leben und in anderen,
Habe ich unwissend negative Taten begangen,
Oder habe andere zu (solchen) verleitet, und weiter,
Überwältig von der Verwirrung der Naivität
Habe ich mich (an ihnen) erfreut – was immer ich getan habe,
Betrachte ich als Fehler und gebe (sie) euch gegenüber,
Meinen Beschützern, aus tiefstem Herzen zu.
4. Voller Freude erfreue ich mich am Ozean der positiven Kraft,
Den sie daraus schöpfen,
Dass sie die Bodhichitta-Ausrichtung entwickelt haben,
Um jedem begrenzten Wesen Freude zu bereiten,
Und ich erfreue mich an ihren Handlungen,
Die den begrenzten Wesen geholfen haben.
5. Mit aneinander gelegten Handflächen,
Ersuche ich die Buddhas aller Richtungen:
Bitte lasst das Licht des Dharmas für die begrenzten
Wesen leuchten,
Die in der Dunkelheit leiden und herumsuchen.
6. Mit aneinander gelegten Handflächen
Ersuche ich den Triumphreichen,
Der in einen Zustand
Jenseits von Kummer und Leid eintreten könnte:
Ich bitte dich, verweile für zahllose Weltalter,
Um diese umherwandernden Wesen nicht in ihrer
Blindheit zurückzulassen.
7. Möge ich durch all die positive Kraft, die ich,
Durch das, was ich so getan habe, aufgebaut habe,
Das gesamte Leiden
Aller begrenzten Lebewesens beseitigen.
In Hinwendung an die Buddha-Felder und durch Darbringung
dieses Bodens,
mit Duftwasser besprengt und Blumen bestreut,
mit dem Berg Meru, vier Inseln, einer Sonne und einem Mond,
Mögen all jene, die umherwandern, in reine Länder
geführt werden.
Om idam guru ratna mandala-kam nir-yatayami.
Ich bringe euch dieses Mandala dar, verehrte Gurus.
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