Das Berzin-Archiv

Das Buddhismus-Archiv von Dr. Alexander Berzin

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Ratschlag an tibetische und westliche Lehrer in Dharma-Zentren

Seine Heiligkeit der Vierzehnte Dalai Lama
Zweite Konferenz über tibetischen Buddhismus in Europa
Freiburg, Schweiz, April 2013
Leicht überarbeitet von Alexander Berzin
Übersetzung ins deutsche: Cornelia Krause

Die Wichtigkeit, geistiges Wohlbefinden und inneren Frieden zu erlangen

Ich bin wirklich sehr, sehr glücklich, und es ist mir eine große Ehre, Menschen, einschließlich der Tibeter, zu treffen, die sich tatsächlich dem buddhistischen Dharma widmen. Es gibt ein paar Punkte, die ich mit Ihnen teilen möchte.

Es gibt sieben Milliarden Menschen, und wie Sie wissen, erwähne ich immer, dass ein jeder glücklich leben möchte. Bisher meinen viele Menschen, dass Geld oder materielle Ausstattung die letztendliche Quelle eines glücklichen Lebens sind. Sie halten es fast für gewährleistet, dass alles in Ordnung ist, solange Geld da ist. In den letzten Jahren – ich denke, wohl aufgrund der globalen wirtschaftlichen Krisen – sind viele dieser Menschen gewissermaßen aufgewacht. Die Menschen fragen sich nun, ob unser gegenwärtiger Lebensstil wirklich richtig ist oder ob irgendetwas fehlt. Vor allem hat eine Anzahl von Wissenschaftlern angefangen zu merken, dass geistiges Wohlbefinden und innerer Frieden wichtige Faktoren sind, sogar dafür, einfach bloß körperliche Gesundheit zu gewährleisten.

Soweit ich weiß, unternimmt das „Mind and Life Institute“ wirklich Anstrengungen, Menschen in dieser Hinsicht aufzuklären. Wir müssen unserem inneren Frieden und dem Bemühen, einen ruhigen Geist zu erlangen, mehr Aufmerksamkeit schenken. In diesem Zusammenhang haben natürlich verschiedene religiöse Traditionen, so meine ich, das Potenzial, innere Werte fördern zu helfen.

Verschiedene philosophische Sichtweisen innerhalb des Buddhismus

Im Buddhismus gilt Folgendes: Der Buddha lehrte drei Fahrzeuge, sie werden Shravaka-yana, Pratyekabuddha-yana und Bodhisattva-yana genannt. In philosophischer Hinsicht gibt es vier Lehrmeinungen: Vaibhashika, Sautrantika, Chittamatra und Madhyamaka. Allgemein können wir sagen, dass die verschiedenen philosophischen Sichtweisen von einer einzigen Person, einem Denker und Philosophen gelehrt wurden. Warum? Buddha erkannte, dass verschiedene Menschen verschiedene geistige Veranlagungen haben, und deswegen war es erforderlich, verschiedene Fahrzeuge bzw. philosophische Sichtweisen aufzuzeigen. Als Studenten der Tradition von Nalanda sind wir mit diesen Dingen einigermaßen vertraut. Auf der Grundlage dieses Beispiels mag verständlich werden, dass es hilfreich ist, all die verschiedenen religiösen Traditionen wertzuschätzen.

Moralische Grundsätze für religiöse und nicht religiöse Personen

Kürzlich habe ich in einem Bericht gesehen, dass von den sieben Milliarden Menschen eine Milliarde formal ihre Religion abgelegt haben. Das ist eine ziemlich große Zahl! Einer von sieben Menschen hat keinen Glauben. Und was die Gläubigen betrifft, so hört man oft von Skandalen, Ausbeutung und anderen schädlichen Vorkommnissen. Das zeigt deutlich, dass selbst von den sechs Milliarden Gläubigen viele ihren Glauben nicht besonders ernst nehmen. Manchmal habe ich Religion als etwas beschrieben, das uns lehrt, Heuchelei zu betreiben – schön zu reden, aber ganz anders zu handeln. Die oben erwähnten Vorkommnisse zeigen klar und deutlich, dass solche Menschen ihre religiöse Tradition als eine Art gewohnheitsmäßiges Brauchtum auffassen – das vielleicht ein paar ernsthafte Momente am Tag beinhaltet, aber den Rest des Tages über nicht sonderlich ernst genommen wird. Das ist schlimm, denn es zeigt einen Mangel an Überzeugung in Bezug auf Ethik und Moral. Deswegen brauchen wir nun einige ernsthafte Anstrengungen, um eine Überzeugung von Ethik und Moral zustande zu bringen. Ethik und Moral sind keine religiöse Sache oder eine Angelegenheit von Gott oder Buddha; sie sind etwas, das mit uns zu tun hat, das uns angeht.

Jeder, der sein Leben in Übereinstimmung mit moralischen Grundsätzen führt, wird selbst ein sehr viel glücklicherer Mensch sein, denn mit moralischen Grundsätzen werden alle Handlungen, sowohl sprachliche als auch körperliche Aktivitäten, zu positiven Handlungen. Als Ergebnis davon wird man all seine Handlungen mit Klarheit ausführen, dadurch gewinnt man mehr Freunde, und man gewinnt auch mehr Selbstvertrauen.

Weltlichkeit

Ich denke, einige Religionen zögern wirklich sehr bei dem Wort „weltlich“. Im Buddhismus und natürlich in den indischen Traditionen im Allgemeinen, ist der Begriff der „Weltlichkeit“ schon über 3000 Jahre alt. Gemäß dem indischen Verständnis von Wirklichkeit soll man Menschen, die nicht glauben, respektieren. Ich habe bereits des Öfteren erwähnt: Wenn Buddha heute leben würde, würde er mit Sicherheit auch Ungläubige als menschliche Wesen betrachten und ihnen nicht irgendein Glaubenssystem aufdrängen, das sie annehmen müssten. In buddhistischen Zentren und als buddhistische Gemeinschaft müssen wir also zuerst ernsthaft darüber nachdenken, wie wir einen Beitrag zur Förderung von Moral und Ethik leisten können und vor allem einen weltlichen Ansatz bieten.

Ich betone immer, dass wir als Buddhisten nicht versuchen sollten, unsere eigene Tradition anzupreisen. Über mehrere Jahrzehnte habe ich Gelegenheit gehabt, in Amerika, Europa und vielen anderen nicht-buddhistischen Ländern über buddhistische Philosophie zu sprechen und sie zu erklären, und ich habe immer klargestellt, dass es besser ist, bei seiner eigenen Tradition zu bleiben. Die Religion zu wechseln ist nicht einfach. Ich denke, Sie alle wissen das, und ich versuche nie, das zu propagieren. Natürlich bin ich Buddhist, und wenn jemand aufrichtiges Interesse am Buddhismus hat, freue ich mich. Aber ich würde nie jemandem sagen, dass er oder sie dem Buddhismus folgen sollte. Das käme einem Eingriff in die Persönlichkeitsrechte von jemandem gleich, insbesondere in westlichen oder nicht-buddhistischen Ländern.

Sich selbst als Beispiel nehmen

Ein tibetisches Sprichwort besagt, dass man stets sich selbst als Beispiel nehmen sollte, wenn es darum geht, niemanden zu verletzen. Stellen Sie sich vor, eine nicht-buddhistische Tradition würde mitten in einer der tibetischen Siedlungen in Indien ein großes Gotteshaus bauen – ich nehme an, Tibeter würden das als unbehaglich empfinden. Und wenn wir hier, in einem Land mit jüdisch-christlichem Hintergrund, anfangen, riesige tibetisch-buddhistische Zentren zu bauen, dann mag das für manche Menschen vielleicht akzeptabel sein, aber gleichzeitig ist es eine Einmischung in ihre religiösen Angelegenheiten. Vor einer Weile wollte ein Spender in Frankreich ein großes Zentrum errichten, aber ich wies darauf hin, dass es nicht angemessen wäre, das in Frankreich zu tun. Wenn man wirklich eine Spende geben möchte oder eine Art großes Zentrum errichten lassen möchte, dann sollte man es bevorzugt in Thailand oder Indien oder einem anderen buddhistischen Land tun. Das ist etwas, was wir im Sinn behalten sollten: etwas Einfühlungsvermögen walten zu lassen. Man sollte sich vorstellen, wie man selbst es empfinden würde, wenn andere so etwas täten.

Ablehnung von Religion versus Ablehnung von Moral

Wie schon erwähnt, steht buddhistischer Dharma im Einklang mit den geistigen Veranlagungen der Zuhörer, und daher lehrte Buddha verschiedene Philosophien und verschiedene Arten von Methoden. Wir befinden uns jetzt im 21. Jahrhundert und es gibt eine große Anzahl von Menschen, die keinen Glauben haben, also müssen wir uns ernsthaft überlegen, wie wir diesen Leuten dabei helfen können, einfühlsamere, mitfühlendere Menschen zu werden. Die einzige Möglichkeit ist: durch Bildung, basierend auf wissenschaftlichen Erkenntnissen und indem wir unsere eigene Vernunft und Erfahrung ins Spiel bringen – auf diese Weise können wir Menschen unterrichten, die nicht glauben: Ja, Sie brauchen nicht zu glauben, das ist völlig richtig. Selbst wenn Sie gegen Religion sind, ist das in Ordnung, kein Problem. Aber Sie müssen eine mehr mitfühlende Person sein, denn das ist in Ihrem eigenen Interesse. Religion abzulehnen ist in Ordnung, aber moralische Grundsätze abzulehnen wird mit Sicherheit zerstörerische Auswirkungen haben.

Ich denke, die buddhistischen Zentren, die es an verschiedenen Orten gibt, sollten nicht nur im Sinn haben, Informationen für buddhistische Praktizierende weiterzugeben, sondern mehr daran denken, einen Beitrag – und sei er auch noch so klein – zur Verbesserung der Gesellschaft zu leisten, in der sie leben. Ich habe einmal ein Hospiz-Zentrum besucht, das Lama Zopa ins Leben gerufen hat – eine Einrichtung für Sterbende. Dort kümmerten sich einige tibetisch-buddhistische Nonnen und einige europäische Nonnen um die Patienten; damit taten sie etwas wirklich Nützliches.

Umgang mit negativen Emotionen in der buddhistische Literatur

Als Ergebnis von Treffen und einer Reihe von Diskussionen mit Wissenschaftlern und anderen Menschen über einen Zeitraum von drei Jahrzehnten ist inzwischen klar geworden, dass eine Anzahl von Wissenschaftlern wirklich nützliche Informationen über den Geist, über Emotionen herausgefunden hat und darüber, wie man anhand buddhistischer Literatur mit Emotionen umgehen kann. In den letzten zwei oder drei Jahren habe ich angeregt, dass man den Inhalt der 300 Bände des Kangyur und Tengyur in drei Teile kategorisieren kann. In einem Teil geht es um Materie, Zeit, den Geist und Emotionen – diesen können wir als den wissenschaftlichen Teil betrachten. Der zweite Teil ist ein philosophischer; er beinhaltet die Madhyamaka-Philosophie, welche Parallelen zur Quantenphysik aufweist. Auch diesen Teil betrachten wir nicht als etwas, das die Praxis von Religion beschreibt. Wir haben also diese zwei Teile – Wissenschaft und Philosophie – und schließlich, als dritten Teil, Religion.

Unsere unterschiedlichen Zentren sollten damit beginnen, Kurse einzurichten, die über den Geist, Emotionen usw. unterrichten, aber ohne Nirvana oder Moksha (Befreiung) zu erwähnen. Natürlich glauben wir selbst stark an Befreiung, aber sie ist sehr schwer zu erreichen! Wir reden oft von Moksha, Moksha (Befreiung, Befreiung) und sagen „semchen tamche, semchen tamche“ (mögen alle Lebewesen [glücklich sein, mögen alle Lebewesen [frei von Leid sein]), aber in Wirklichkeit reichen unsere Handlungen nicht an diese Ebene heran. Ich denke, für andere Menschen kann es daher sehr nützlich sein, etwas über buddhistische Wissenschaft und Philosophie zu erfahren, ohne dass von Nirvana oder dem nächsten Leben die Rede ist – einfach, um ein glücklicherer Mensch zu werden, denke ich. Der letztliche Quelle für Glück ist, wie ich schon sagte, unser Geist, und die tatsächlichen Unruhestifter sind unsere Emotionen.

Emotionale Hygiene

Um mit unserem Unruhestifter, den zerstörerischen Emotionen, umzugehen, müssen wir über das ganze System der Emotionen Bescheid wissen. Ich spreche heutzutage über „emotionale Hygiene“, ganz ähnlich, wie man auch von „körperlicher Hygiene“ spricht. Im Laufe unserer Erziehung werden wir normalerweise darüber unterrichtet, wie man Körperpflege betreibt, und in ähnlicher Weise brauchen wir auch eine Art Unterricht darüber, wie wir unsere Emotionen pflegen, und zwar in Form eines wissenschaftlichen, gesundheitsorientierten Unterrichtsthemas, nicht in Verbindung mit irgendeiner Tradition. Natürlich haben wir im Buddhismus ein enormes Wissen über diese Emotionen und Geisteszustände, darüber, wie wir unsere Emotionen in den Zustand des Nirvana transformieren; aber im weltlichen Bereich ist es einfach erforderlich zu wissen, wie man mit destruktiven Emotionen, etwa Ärger, Hass, Angst usw. umgeht.

Unsere Zentren sollten daher, statt lediglich ein paar Pujas, abzuhalten, Gebete oder gesungene Rezitationen durchzuführen, während etliche Leute in der Ecke einschlafen [Gelächter] – was natürlich für Angehörige des buddhistischen Glaubens in Ordnung ist – auch Unterricht über Emotionen, über das Bewusstsein, und über lo rig, das Studium des Geistes, anbieten. Auch im Abhidharmakosha („Schatzhaus von Themen des Wissens“) und im Abhidharma-samuccaya („Sammlung von Themen des Wissens“) sind eine Menge Informationen über Emotionen enthalten. Aber das allein reicht nicht aus, denke ich. Eine detailliertere und tiefer gehende Erklärung der mentalen Funktionen ist im Pramanavarttika („Kommentar zu [Dignagas Kompendium der] gültig wahrnehmenden Geisteszustände“) zu finden. In allen Kapiteln, insbesondere aber im dritten Kapitel, erklärt Dharmakirti die Wahrnehmung und wie unsere Wahrnehmung in Beziehung zu Objekten funktioniert. Ich denke, das ist ein ganz und gar wissenschaftliches Thema.

Schließlich denke ich, dass unsere Zentren Zentren des Lernens, Zentren der Bildung sein können, nicht religiöse Zentren. Gelegentlich können für die Angehörigen des buddhistischen Glaubens, die so etwas wünschen, Pujas, Meditation und dergleichen durchgeführt werden. Aber im Allgemeinen ist es sehr nützlich, auf einer rein akademischen Ebene, mit Informationen über buddhistische Wissenschaft und den Geist zu beginnen. Die Zuhörer können in zwei Kategorien eingeteilt werden – Buddhisten und Nicht-Buddhisten, die einfach über das Wissen über den Geist, die Emotionen oder das, was ich die Landkarte der Emotionen bzw. Landkarte des Geistes nenne, unterrichtet werden (wobei hier die Zuhörer natürlich auch Buddhisten mit einschließen können).

Um mit jenen zerstörerischen Emotionen umzugehen, müssen wir uns zuerst ein Gesamtbild des weitläufigen Bereichs der Informationen verschaffen, die die Emotionen und den Geist betreffen. Ich denke, gegenwärtig sind die modernen Wissenschaftler in diesen Dingen nicht sehr gut ausgebildet, und die Wissenschaft des Geistes ist noch nicht ausreichend entwickelt. Ich denke, dass die klassischen indischen Traditionen hier sehr nützlich sein können.

Buddhist des 21. Jahrhunderts sein

Was uns Buddhisten betrifft, so sage ich oft, dass wir Buddhisten des 21. Jahrhunderts sein müssen. Das bedeutet, dass unsere Gebete und Meditationen mit vollständiger Kenntnis des gesamten buddhistischen Systems praktiziert werden sollten. Meditation zu studieren und auszuüben ist sehr wichtig, aber das eigentliche Material für die Meditation ist Wissen – das ist absolut wesentlich. Unsere verschiedenen Zentren sollten versuchen, Erklärungen über das gesamte buddhistische System anzubieten.

Bei einer Begebenheit in Amerika, während ich nach einem offiziellen Treffen zu Abend aß, erzählte mir eine Amerikanerin, dass einige Kagyüpas und Sakyapas nicht ganz damit einverstanden gewesen waren, als ich erwähnt hatte, dass die tibetische Tradition die Tradition von Nalanda sei. Zu jenem Zeitpunkt habe ich ihr nicht widersprochen oder versucht, das weiter zu erklären. Aber tatsächlich geht die Sakya-Tradition auf Virupa zurück, einen der erstklassigen gelehrten Meister in Nalanda. Während er als buddhistische Gelehrter studierte und unterrichtete, lautete sein Name Neten Chökyong (tib. gnas- brtan chos-skyong), oder auch Dharmapala. In dem Kommentar, den Yongtse über das Samdhinirmocana-Sutra („Das Sutra, das die Absicht enträtselt“) kommen eine Menge Zitate aus Dharmapalas Text vor, und sein späterer Name lautete Virupa. Was die Kagyü-Überlieferungslinie betrifft, die auf Marpa, Milarepa und Gampopa zurückgeht, so war Marpas hauptsächlicher Lehrer Naropa – ebenfalls ein großer Meister aus Nalanda.

Sektierertum und Harmonie unter den verschiedenen religiösen Gruppierungen

Ich denke, das ist ganz wichtig zu wissen, sonst könnte es so scheinen, als hätten sich die Sakyas einfach selbst erfunden, ohne Verbindung zu einer Herkunftstradition. Das gleiche gilt für die Gelugpas oder Kadampas. Jede ist mehr oder weniger unabhängig, aber dann kommt die Vorstellung „wir“ und „sie“ ins Spiel, gefolgt von Sektierertum, und es treten missliche Vorfälle auf; das müssen wir verhindern. Ich habe festgestellt, dass der tibetische buddhistische Dharma die vollständigste und reichhaltigste Form buddhistischer Tradition ist.

Diese reichhaltige Tradition steht heute zahlreichen Schwierigkeiten gegenüber; in solch einer Zeit müssen alle Praktizierenden des tibetischen Buddhismus daran denken, Harmonie zu finden, und enge Beziehungen miteinander sind daher von wesentlicher Bedeutung. Sektierertum ist eigentlich eine recht törichte Angelegenheit und zeigt einen völligen Mangel an Gewahrsein bezüglich der Realität. Manchmal denke ich, Sektierertum ist einfach durch die verschiedenen Farben der Hüte zustande gekommen. Wir haben rote Hüte, gelbe Hüte, schwarze und weiße Hüte. Bisher gibt es noch keinen grünen Hut. Ich denke, ich könnte vielleicht eine Tradition der grünen Hüte gründen, die für einen ökologischen Ansatz steht [Gelächter]. All das [Sektierertum] ist ziemlich töricht und durch Engstirnigkeit bedingt, es beinhaltet kein ausreichend ganzheitliches Denken. Und insbesondere angesichts der ernsthaften Situation heutzutage geschehen so überaus törichte Dinge!

Wir sollten also achtgeben. Das ist alles, was ich Ihnen sagen möchte, mehr nicht. Heute war schweres Regenwetter, wirklich schlechtes Wetter – nachdem wir ins Flugzeug eingestiegen waren, mussten wir fast eine Stunde warten; aber schließlich sind wir Gott sei Dank doch noch hier angekommen [Gelächter].